Guisanplatz

städtebaulicher entwurf

Der städtebauliche Entwurf für das Verwaltungszentrum am Guisanplatz 1 zeigt, durch geschickte Platzierung baulicher Volumen, eine sehr ruhige Haltung zum Ort. Gezielt werden Baukörper eingesetzt, um nicht nur Innen-, sondern auch Außenräume zu formen. Diese nehmen dabei eine Beziehung zur direkten Umgebung auf und bilden gleichzeitig ein eigenes Inneres.

Übergeordnetes Konzept

Die Gestaltung der Freianlagen setzt konsequent die klare Haltung des städtebaulichen Entwurfs fort. Die urbanen Freiräume sollen als solche - als Frei-Räume - erlebt werden und nicht überfrachtet wirken. Um die klare und ruhige Sprache der Architektur zu tragen, bedarf es, wie im Städtebau, lediglich einiger gezielter Handgriffe:

Die Pflasterung bildet die Leinwand, den Canvas auf dem der Entwurf gezeichnet ist. Wie ein Stück Tuch breitet sich die Pflasterung aus hellgrauem Gneis-Kleinstein unter dem gesamten Gebiet aus. Sie ist ruhig im Großen, aber lebendig im Detail.

Ohne Bäume wäre ein solcher Ort eher trist und leblos. Demnach muss man die Anstrengung unternehmen, auf der Tiefgarage die notwendigen Mittel zu ergreifen, um Baumpflanzungen zu ermöglichen. Aus steinernen Trögen, die aus der Pflasterung empor kommen, wachsen Kiefern hoch hinaus. Dieser sehr genügsame Baum kommt gut mit einem unterbauten Standort zurecht und wird auch mit wenig Substrat eine stattliche Höhe erreichen. Ihr teils sehr bizarrer Habitus bildet durch seinen Kontrast zur Orthogonalität der Architektur eine wunderbare Spannung.

Die Möblierung ist auf das Notwendigste reduziert. Die Steintröge der Kiefern bilden gleichzeitig Sitzmöglichkeiten, Velo Ständer sind ausreichend vorhanden, die Beleuchtung dezent zwischen die Fassaden gehängt bzw. an den Baulichkeiten (z.B. Arkaden, Velo-Überdachungen) angebracht.

Location

:
Bern, Schweiz

Typology

:
Square & City

Status

:
Competition, 4. Preis

Year

:
2012

Keywords

:
Square, Raised Bed, Fence, Natural Stone, Pine

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